Martha – Ein Roman von Michael Weber

marthaMartha – Ein Roman von Michael Weber. Die Lesung. Mit: Michael Weber, Musik: Christin Elmar Schalko (Zucker) und Hans Stützner

Am 24 Oktober, 20 Uhr im MalerSaal, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg https://www.facebook.com/events/628096177299096/
Karten: https://tickets.rzsthh.de/schauspielhaus/CategorySelection.aspx?msg=0&ret=2&eventid=3713&e=3713

»Und seitdem kann ich genauer benennen, was mich mit Martha verbindet: Diese Lücke, diese Anmutungs-Leere. Denn Martha war die personifizierte falsche Anmutung – sozusagen Tiefstand auf dem Anmutometer.«

Hamburg-Sankt Pauli Anfang der 1980er-Jahre: Ein junger Schauspielstudent aus der norddeutschen Provinz zieht mit Freunden in die Davidstraße – wo er Martha Ihde kennenlernt: »Klack, klack, köch, köch […] In der Doppeltür erschien eine kleine, etwa ein Meter sechzig große, schmale alte Frau in einem für ihr Alter verblüffend kurzen Rock, die dünnen, schönen Beine in Nylons, die schlanken Füße in Riemchenschuhen auf beängstigend hohen Absätzen.« Seine neue Nachbarin, die ihr ganzes Leben in diesem Viertel verbracht hat, wird für ihn von einer anfänglich schillernden Panoptikumsfigur im Lauf der Jahre zu einer nahen Bekannten und zu einem Orientierungspunkt für sein weiteres Leben. Die skurrilen, komischen und traurigen Episoden, die er mit Martha, ihrem Mann Ernst, dem Hund Tarzan, ihrem Sohn, dem Krran, und anderen erlebt, prägen sein Verständnis des Viertels, führen ihn zu Reflexionen über seine eigene kleinbürgerliche Herkunft, seine Faszination für das Leben auf Sankt Pauli, seinen angestrebten Beruf, seine Lebensperspektive und seine politische Haltung. Immer präsent – weil untrennbar verbunden mit dem am Vorbild Martha orientierten freieren Lebensgefühl – sind die in unmittelbarer Nachbarschaft stattfindenden Zeitereignisse: die Kämpfe um die Sankt-Pauli- Hafenstraßenhäuser, der Niedergang des Sex-Gewerbes, der Punk.

Links:
http://www.blacktrash.org/baustellen/index.html#martha
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https://www.facebook.com/events/628096177299096/

Thomas Ebermann – Der eindimensionale Mensch wird 50 – Ein Konzert-Theater

DereindimensionaleMensch-ohne Text_klein.previewVor 50 Jahren herrschte Ruhe – dann, wie man weiß, brach einiges los: Rebellion in Paris, Zerwürfnis mit der Staatspolitik in den U.S.A., wilde Streiks in Turin, Unbotmäßigkeiten (fast) überall. Nicht hervorgerufen, aber doch beeinflusst vom „Philosophen der Neuen Linken“, wurde das herrschende System, wenn nicht bedroht, so doch herausgefordert. Eine „Kraft der Negation“, deren Verfallsdatum man kennt, entstand. Sie wollte mehr als das dankbar-bescheidene „IMMERHIN“.

Herbert Marcuses Porträt des „Eindimensionalen Menschen“ , der bis heute die Mehrheit in allen Industrieländern stellt und sich immer treu zu bleiben scheint, analysierte und ätzte gegen die „Hölle der Gesellschaft im Überfluss“. Dem Deal aus wachsendem Konsum und Unfreiheit. Weiter lesen…

Siehe auch auf der Homepage von Berthold Selinger